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Akustik und Ergonomie

Geräusche werden über das Ohr aufgenommen und im Gehirn verarbeitet. Da alle Geräusche ungefiltert wahrgenommen werden, ist die Informationsflut immens. Das Gehirn muss diese Geräusche erfassen und nach Wichtigkeit sortieren. Konzentrative Arbeiten werden dadurch erschwert, aber auch die Kommunikation mit Kolleginnen und Kollegen bzw. Kundschaft leidet unter einem zu hohen Geräuschniveau. Wird man immer wieder durch externe Quellen (z. B. Telefon) in seiner Arbeit/Konzentration unterbrochen, tritt der sogenannte Sägeblatteffekt ein. Es bedarf einer zusätzlichen Anlaufs- und Einarbeitungszeit um an derselben Stelle seine Arbeit fortsetzen zu können, an der man unterbrochen wurde.

Diese Probleme herrschen vor:

Geräusche durch aktive Arbeitsmittel, z. B. Drucker, Faxgerät, Arbeitsmaschine, Lüfter
Geräuschentwicklung durch Telefonate
Geräuschentwicklung durch Gespräche
Umgebungslärm, z. B. Straßenlärm, Haustechnik

Daraus ergeben sich:

Behinderung der Kommunikation und der allgemeinen Orientierung in der akustischen Umwelt
Konzentrationsprobleme
Aktivierung des zentralen und vegetativen Nervensystems (Lärmstress)

Zivilisationserkrankungen (Herz-/Kreislauf)

Der Schallpegel setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

dem Schall, der das Ohr direkt erreicht und
dem Schall, der das Ohr nach einer oder mehreren Reflexionen erreicht


 
Zur Lösung müssen beide Schallübertragungen bei einem effizienten Lärmmanagement berücksichtigt und gedämpft werden, damit ein für die Arbeitsaufgabe passender Grundgeräuschpegel entsteht.

Technische Lösungen:

Einsatz leiser Geräte
Unterbringung lauter Arbeitsmittel in separaten Räumen
Einsatz von Lärmschutzmaßnahmen, z. B. Trennwand, Lärmschutzhaube

Verwendung schallabsorbierender Materialien

Einzelbüro statt Mehrpersonenbüro

 Organisatorische Lösungen:

zeitliche Trennung von Geräuschentwicklung und Anwesenheit
zeitliche Trennung von kommunikativen und konzentrativen Arbeiten

Personenbezogene Lösungen:

Tragen von Gehörschutz